DOS-Partitionen mit Linux umbenennen

Die lernstick-Speichermedienverwaltung erlaubt die Installation auf beliebig viele Speichermedien. Der vollständige Name des lernstick-Standardbenutzers wird dabei automatisch auf „Debian Live user“ gesetzt. Wenn man bei der Installation zusätzlich auf jedem lernstick eine Austauschpartition anlegt, kann man deren Namen zwar festlegen, er ist dann jedoch für alle Speichermedien, die im gleichen Durchgang installiert werden, identisch. Wenn nun ein ganzer Klassensatz lernsticks in einem Durchgang produziert wird, so heissen alle Benutzer und auch deren Austauschpartition gleich. Beides ist nicht optimal, da wohl niemand wirklich „Debian Live user“ heisst und wenn mehrere lernsticks am selben Computer eingesteckt werden, so kann man sie nicht anhand der Bezeichnung der Austauschpartitionen unterscheiden.

Aus diesen Gründen wurde das Willkommensprogramm des lernsticks wurde um die Funktion erweitert, dass ein Benutzer beim ersten Start mit seinem lernstick sowohl seinen Namen als auch die Bezeichnung der Austauschpartition anpassen kann. Die Anpassung des Namens passiert dann im Hintergrund mit dem folgenden Befehl:

sudo chfn -f <neuer Name> user

Die Austauschpartition ist eine FAT32-Partition. Nun gibt es mehrere Möglichkeiten, die Bezeichnung einer FAT32-Partition zu ändern. Die meisten Seiten, die man im Internet zu diesem Thema findet, empfehlen den Befehl „mlabel“ aus dem Softwarepaket mtools. Dazu müsste folgender Befehl verwendet werden:

sudo mlabel -i <device> ::<neue Bezeichnung>

Leider werden bei dieser Variante alle Kleinbuchstaben in der Bezeichnung in Grossbuchstaben umgewandelt. Da die wenigsten Vor- oder Nachnamen nur aus Grossbuchstaben bestehen, erschien die Verwendung von mlabel an dieser Stelle eher ungeeignet.

Interessanterweise gibt es noch einen weiteren Befehl zur Umbenennung von FAT32-Partitionen, nämlich „dosfslabel“ aus dem Softwarepaket dosfstools. Wenn man folgenden Befehl verwendet:

sudo dosfslabel <device> <neue Bezeichnung>

kann man für die Bezeichnung, wie unter anderen Betriebssystemen gewohnt, auch Gross- und Kleinbuchstaben in beliebiger Kombination verwenden. Aus diesem Grund haben wir uns für diese Variante entschieden. Trotzdem bleibt die Einschränkung, dass die Partitionsbezeichnung nur 11 Zeichen lang sein darf. Wenn man nicht gerade stolzer Träger eines Doppelnamens ist, sollte das also reichen, ohne sich eine Abkürzung einfallen lassen zu müssen.

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